Haifa und Krajot

Bis in die 1930er Jahre litt die Industrie in Erez-Israel* unter schlechter Infrastruktur, Konkurrenz mit importierten Waren und einer „Stieftochter“-Haltung seitens der Siedlungsinstitutionen gegenüber der Landwirtschaft. Die Einwanderung aus Mitteleuropa war einer der Hauptfaktoren für die Entwicklung der industriellen Produktion im Land. Das „Transfer“ (Ha’Avara)-Abkommen ermöglichte es, Kapital und Eigentum der Einwanderer in Produktionsmittel umzutauschen und nach Erez-Israel zu bringen. Auf diese Weise brachten diese Einwanderer effiziente und moderne Ausrüstung ins Land. Sie führten neue Produktionsmethoden für bestehende Produkte ein und lösten in verschiedenen Branchen einen Entwicklungsboom aus.

70 Prozent des von mitteleuropäischen Einwanderern in die Industrie investierten Kapitals floss in vier Hauptzweige: Metall, Lebensmittel, Textilien und Papier. Ihre Investitionen zeigten sich in der Gründung von Fabriken und in der Entwicklung einer Vielzahl von Produkten und Produktionsmethoden in diesen Bereichen und auch in anderen Industriebranchen wie Chemie, Optik, Elektronik und mehr. Nicht alle auf diese Weise gegründeten Fabriken waren auf Dauer erfolgreich. Manche gerieten in Finanzierungsschwierigkeiten und waren zudem von lokalen und globalen politischen Veränderungen betroffen. Die bis heute existierenden Firmen stellen jedoch einen bedeutenden Teil der israelischen Wirtschaft dar.

Haifa und Krajot

Bis in die 1930er Jahre litt die Industrie in Erez-Israel* unter schlechter Infrastruktur, Konkurrenz mit importierten Waren und einer „Stieftochter“-Haltung seitens der Siedlungsinstitutionen gegenüber der Landwirtschaft. Die Einwanderung aus Mitteleuropa war einer der Hauptfaktoren für die Entwicklung der industriellen Produktion im Land. Das „Transfer“ (Ha’Avara)-Abkommen ermöglichte es, Kapital und Eigentum der Einwanderer in Produktionsmittel umzutauschen und nach Erez-Israel zu bringen. Auf diese Weise brachten diese Einwanderer effiziente und moderne Ausrüstung ins Land. Sie führten neue Produktionsmethoden für bestehende Produkte ein und lösten in verschiedenen Branchen einen Entwicklungsboom aus.

70 Prozent des von mitteleuropäischen Einwanderern in die Industrie investierten Kapitals floss in vier Hauptzweige: Metall, Lebensmittel, Textilien und Papier. Ihre Investitionen zeigten sich in der Gründung von Fabriken und in der Entwicklung einer Vielzahl von Produkten und Produktionsmethoden in diesen Bereichen und auch in anderen Industriebranchen wie Chemie, Optik, Elektronik und mehr. Nicht alle auf diese Weise gegründeten Fabriken waren auf Dauer erfolgreich. Manche gerieten in Finanzierungsschwierigkeiten und waren zudem von lokalen und globalen politischen Veränderungen betroffen. Die bis heute existierenden Firmen stellen jedoch einen bedeutenden Teil der israelischen Wirtschaft dar.

Haifa und Krajot

Die Firma
Telma

Anzeige in der Zeitung

Anzeige in der Zeitung „Davar“, 20. Januar 1939

Dr. Aharon Arnold Hildesheimer, Sohn einer Rabbinerfamilie und glühender Zionist, arbeitete in Mannheim für das englische Unternehmen Unilever, das Margarine herstellte. Mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus und der Entscheidung, mit seiner Familie nach Israel auszuwandern, wandte sich Hildesheimer an das Unternehmen Unilever, um eine Niederlassung der Fabrik im Land Israel zu gründen. Da das Unternehmen die Initiative ablehnte, beschloss er, das Werk in Eigenregie zu gründen.

Mithilfe seiner Verbindungen zu Moshe Wilbushevitz, dem Gründer einer Speiseölfabrik, gründete Aharon Hildesheimer 1938 das Unternehmen Tamai – „Nahrungsprodukte aus dem Land Israel“ – im Hof der Speiseölfabrik in der Bucht von Haifa. Margarine war zu jener Zeit auf dem lokalen Markt ein ausländisches und teures Produkt. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde im Land eine Rationierung von Lebensmitteln eingeführt und Gutscheine für Margarine ausgeteilt. Im Jahr 1946 begann man mit der Herstellung von Brotaufstrichen und so wurde die Abteilung Telma gegründet, die im Laufe der Jahre ein vielfältiges Angebot an Lebensmitteln herstellte.
1961 wurde aus der Marke Blauband die Marke Goldband entwickelt, eine in goldene Aluminiumfolie verpackte milchhaltige Margarine. Der Name und die Verpackung des Produkts verliehen dem einfachen Verbraucherprodukt Prestige und Qualität; dies war das erste Mal in Israel, dass Werbung durch Produkt Branding erfolgte.

Straßenreklame

Straßenreklame, 1940er Jahre.

Auto mit Blauband-Reklame in Jerusalem in den 1940er Jahren; Fotografie: Foto Schwartz; mit freundlicher Genehmigung von Nadav Mann, „Bitmuna“-Sammlung.

Die Firma
Telma

Haifa und Krajot

Anzeige in der Zeitung

Anzeige in der Zeitung „Davar“, 20. Januar 1939

Dr. Aharon Arnold Hildesheimer, Sohn einer Rabbinerfamilie und glühender Zionist, arbeitete in Mannheim für das englische Unternehmen Unilever, das Margarine herstellte. Mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus und der Entscheidung, mit seiner Familie nach Israel auszuwandern, wandte sich Hildesheimer an das Unternehmen Unilever, um eine Niederlassung der Fabrik im Land Israel zu gründen. Da das Unternehmen die Initiative ablehnte, beschloss er, das Werk in Eigenregie zu gründen.

Mithilfe seiner Verbindungen zu Moshe Wilbushevitz, dem Gründer einer Speiseölfabrik, gründete Aharon Hildesheimer 1938 das Unternehmen Tamai – „Nahrungsprodukte aus dem Land Israel“ – im Hof der Speiseölfabrik in der Bucht von Haifa. Margarine war zu jener Zeit auf dem lokalen Markt ein ausländisches und teures Produkt. Mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde im Land eine Rationierung von Lebensmitteln eingeführt und Gutscheine für Margarine ausgeteilt. Im Jahr 1946 begann man mit der Herstellung von Brotaufstrichen und so wurde die Abteilung Telma gegründet, die im Laufe der Jahre ein vielfältiges Angebot an Lebensmitteln herstellte.
1961 wurde aus der Marke Blauband die Marke Goldband entwickelt, eine in goldene Aluminiumfolie verpackte milchhaltige Margarine. Der Name und die Verpackung des Produkts verliehen dem einfachen Verbraucherprodukt Prestige und Qualität; dies war das erste Mal in Israel, dass Werbung durch Produkt Branding erfolgte.

Straßenreklame

Straßenreklame, 1940er Jahre.

Auto mit Blauband-Reklame in Jerusalem in den 1940er Jahren; Fotografie: Foto Schwartz; mit freundlicher Genehmigung von Nadav Mann, „Bitmuna“-Sammlung.