Ärzte

Im Jahr 1932 gab es in Israel etwa 470 jüdische Ärzte, allesamt Allgemeinmediziner. Aufgrund fehlender Fachkenntnisse, Ressourcen und Ausrüstung war die Qualität der medizinischen Versorgung niedrig. Es gab überhaupt keine Forschung oder Lehre im medizinischen Bereich. Zwischen 1933 und 1935 emigrierten über 75 Prozent der zahlreichen in Deutschland tätigen jüdischen Ärzte nach Israel, die meisten von ihnen waren Spezialisten, von denen einige Weltruf genossen. Die Zahl der Ärzte im Land hatte sich so vervierfacht.

Die Ankunft Hunderter Fachärzte innerhalb kurzer Zeit veränderte die Struktur des medizinischen Personals im Land und revolutionierte viele Bereiche der Heilkunde. In den Krankenhäusern wurden fachmedizinische Abteilungen eingerichtet, viele Kliniken wurden erweitert und nahmen Fachärzte auf, manche ließen sich als Privatärzte nieder. Die eingewanderten Mediziner förderten mehrere Bereiche der ärztlichen Wissenschaft und damit verbundene Dienstleistungen, die es bis dahin im Land Israel nicht gab: Chirurgie, Radiologie und Röntgenheilkunde, Psychiatrie, Sozialdienste, einschließlich professioneller Hygiene und Sozialarbeit, sowie die Pharmaindustrie.

Dank ihnen wurden Krankenhäuser und Arztpraxen mit moderner medizinischer Ausrüstung ausgestattet und wissenschaftliche Tests wurden für Diagnose- und Behandlungszwecke eingesetzt. Ein weiterer wichtiger Beitrag der zugewanderten Spezialisten war die Einführung tiefgreifender Veränderungen in der Organisation der medizinischen Versorgung – die Schaffung eines Behandlungssystems das auf freier Wahl und privater Initiative beruhte.

Basierend auf der Forschung von Prof. D. Niederland [in Hebräisch]: „Der Einfluss aus Deutschland einwandernder Ärzte auf die Entwicklung der Medizin in Israel“ (1933–1948), in: Kathedra [hebr.]: Geschichte des Landes Israel und seiner Siedlungen, 30 (1983): 111 – 160; und Prof. Nissim Levy (1988) [hebr.]: „Kapitel in der Geschichte der Medizin in Israel 1948-1979“, Tel Aviv.

1980

כהן זכה בפרס ישראל למשפטים.

1937-1947

חיים כהן היה עורך דין בירושלים.
עם קום המדינה התמנה לפרקליט המדינה. כיהן תקופות קצרות גם כמנהל הכללי של משרד המשפטים וכשר המשפטים.

1950-1960

כיהן כיועץ המשפטי לממשלה.

1960-1981

כ-20 שנה הרצה כפרופסור אורח באוניברסיטה העברית בירושלים. בלט במאבקו להגנת זכויות האדם. היה נשיא הארגון הבינלאומי של משפטנים יהודים ונשיא האגודה לזכויות האזרח בישראל וחבר הוועדה הבינלאומית של משפטנים ושל בית הדין הבינלאומי לבוררות.

1911-1932

אירופה וישראל

נקודות ציון דרך בחייו של חיים כהן

1911

ליבק◂המבורג

השופט חיים כהן יליד ליבק, גרמניה
(1911–2002), גדל בהמבורג.

1930

המבורג◂ירושלים

הגיע לירושלים ללמוד בישיבה.

1932

ירושלים◂גרמניה

חזר לגרמניה לסיים את לימודי המשפטים.

1932

גרמניה◂ישראל

עם עליית הנאצים לשלטון שב לארץ ישראל.