1870-1871

Juden im preußisch-französischen Krieg

Der Krieg wurde zwischen dem Zweiten Französischen Kaiserreich und Preußen sowie anderen germanischen Ländern geführt. Kaiser Napoleon III. erklärte Preußen aus Angst vor dessen wachsender Stärke den Krieg.
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1914-1918

Juden im Ersten Weltkrieg

Juden meldeten sich in den Armeen des Deutschen Reiches und der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und dienten aus dem Wunsch heraus, ihren Ländern zu dienen, loyal an allen Fronten. Sie nahmen am Krieg als Kampfsoldaten und Offiziere teil.. 🢘

1933-1939

Die fünfte Alija

In der Zeitspanne von 1933 bis 1939 immigrierten etwa 250.000 Juden nach Erez Israel*. Infolge dieser Einwanderungswelle (Alija) vergrößerte sich der jüdische Jischuw ... 🢘

1938

Die Kristallnacht

Die Novemberpogrome, auch bekannt als „Kristallnacht“, waren grausame Verfolgungen, welche die Juden in Deutschland und Österreich zwischen dem 9. und 10. November 1938 erlitten... 🢘

1897

Der erste zionistische Weltkongress

Der erste zionistische Weltkongress von Delegierten der zionistischen Bewegung fand vom 29. bis 31. August 1897, 1.-3. Elul 5657, in der schweizerischen Stadt Basel statt... 🢘

1933-1939

Der Auszug der Juden aus Mitteleuropa

Dieser recht lange Zeitabschnitt von 1933 bis 1939 ermöglichte eine geplante und geordnete Alija. Ein Teil der Einwanderer kamen sogar nach Erez Israel... 🢘
1948

Proklamation der Gründung des Staates Israel

Am 14. Mai 1948, dem 5. Ijar 5709, Freitag um 16:00 Uhr (8 Stunden vor dem Ende des britischen Mandats für Israel), fand die Zeremonie zur Unabhängigkeitserklärung im Tel Aviv Museum statt...🢘

1870-1871
Juden im preußisch-französischen Krieg
Der Krieg wurde zwischen dem Zweiten Französischen Kaiserreich und Preußen sowie anderen germanischen Ländern geführt. Kaiser Napoleon III. erklärte Preußen aus Angst vor dessen wachsender Stärke den Krieg.
1870-1871
1897
Der erste zionistische Weltkongress
Der erste zionistische Weltkongress von Delegierten der zionistischen Bewegung fand vom 29. bis 31. August 1897, 1.-3. Elul 5657, in der schweizerischen Stadt Basel statt.
1897
1918-1914
Juden im Ersten Weltkrieg
Juden meldeten sich in den Armeen des Deutschen Reiches und der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und dienten aus dem Wunsch heraus, ihren Ländern zu dienen, loyal an allen Fronten. Sie nahmen am Krieg als Kampfsoldaten und Offiziere teil
1918-1914
1933-1939
Der Auszug der Juden aus Mitteleuropa
Dieser recht lange Zeitabschnitt von 1933 bis 1939 ermöglichte eine geplante und geordnete Alija. Ein Teil der Einwanderer kamen sogar nach Erez Israel.
1933-1939
1933-1939
Die fünfte Alija
In der Zeitspanne von 1933 bis 1939 immigrierten etwa 250.000 Juden nach Erez Israel*. Infolge dieser Einwanderungswelle (Alija) vergrößerte sich der jüdische Jischuw..
1933-1939
1948
Proklamation der Gründung des Staates Israel
Am 14. Mai 1948, dem 5. Ijar 5709, Freitag um 16:00 Uhr (8 Stunden vor dem Ende des britischen Mandats für Israel), fand die Zeremonie zur Unabhängigkeitserklärung im Tel Aviv Museum statt, das sich damals im Dizengoff-Haus befand.
1948
1938
Die Kristallnacht
Die Novemberpogrome, auch bekannt als „Kristallnacht“, waren grausame Verfolgungen, welche die Juden in Deutschland und Österreich zwischen dem 9. und 10. November 1938 erlitten.
1938

Die Kristallnacht 1938

Die Novemberpogrome, auch bekannt als „Kristallnacht“, waren grausame Verfolgungen, welche die Juden in Deutschland und Österreich zwischen dem 9. und 10. November 1938 erlitten. Die Ereignisse wurden so genannt, weil die Fenster von Synagogen, Geschäften und jüdischen Häusern durch die Randalier zersplittert wurden.

Die Pogrome ereigneten sich nach der Ermordung des deutschen Botschaftssekretärs in Paris, Ernst von Rath, durch einen jungen Juden namens Herschel Grynszpan. Die Nazis stellten die Ereignisse als einen spontanen Ausbruch der Massen dar, tatsächlich jedoch waren sie im Voraus von Heydrich und Goebbels geplant und organisiert worden.

Bei diesem Pogrom wurden fast alle Synagogen in Deutschland und Österreich zerstört, jüdische Geschäfte und Unternehmen geplündert und niedergebrannt und etwa 30.000 Juden verhaftet und in die Konzentrationslager Dachau, Buchenwald und Sachsenhausen deportiert. Die Ereignisse führten zu einer Beschleunigung der jüdischen Auswanderung aus Deutschland und zu ihrem Ausschluss aus dem deutschen Wirtschaftsleben.

„Die Verfolgungen der „Kristallnacht“ gelten als Wendepunkt in der antisemitischen Aktivität des nationalsozialistischen Regimes gegenüber den Juden – beginnend mit diskriminierenden Gesetzen und Wirtschaftsverordnungen bis hin zu einem Massenausbruch offener Gewalt, der schließlich zur Vernichtung der europäischen Juden im Holocaust führte.

gelber Stern

Innenaufnahme der Synagoge in der Fasanenstraße in Berlin nach der Kristallnacht.

Die Kristallnacht 1938

Die Novemberpogrome, auch bekannt als „Kristallnacht“, waren grausame Verfolgungen, welche die Juden in Deutschland und Österreich zwischen dem 9. und 10. November 1938 erlitten. Die Ereignisse wurden so genannt, weil die Fenster von Synagogen, Geschäften und jüdischen Häusern durch die Randalier zersplittert wurden.

Die Pogrome ereigneten sich nach der Ermordung des deutschen Botschaftssekretärs in Paris, Ernst von Rath, durch einen jungen Juden namens Herschel Grynszpan. Die Nazis stellten die Ereignisse als einen spontanen Ausbruch der Massen dar, tatsächlich jedoch waren sie im Voraus von Heydrich und Goebbels geplant und organisiert worden.

Bei diesem Pogrom wurden fast alle Synagogen in Deutschland und Österreich zerstört, jüdische Geschäfte und Unternehmen geplündert und niedergebrannt und etwa 30.000 Juden verhaftet und in die Konzentrationslager Dachau, Buchenwald und Sachsenhausen deportiert. Die Ereignisse führten zu einer Beschleunigung der jüdischen Auswanderung aus Deutschland und zu ihrem Ausschluss aus dem deutschen Wirtschaftsleben.

„Die Verfolgungen der „Kristallnacht“ gelten als Wendepunkt in der antisemitischen Aktivität des nationalsozialistischen Regimes gegenüber den Juden – beginnend mit diskriminierenden Gesetzen und Wirtschaftsverordnungen bis hin zu einem Massenausbruch offener Gewalt, der schließlich zur Vernichtung der europäischen Juden im Holocaust führte.

gelber Stern

Innenaufnahme der Synagoge in der Fasanenstraße in Berlin nach der Kristallnacht.

Proklamation der Gründung des Staates Israel 1948

Am 14. Mai 1948, dem 5. Ijar 5709, Freitag um 16:00 Uhr (8 Stunden vor dem Ende des britischen Mandats für Israel), fand die Zeremonie zur Unabhängigkeitserklärung im Tel Aviv Museum statt, das sich damals im Dizengoff-Haus befand. Während der Zeremonie verlas David Ben-Gurion die Unabhängigkeitserklärung.

Diese Erklärung markiert die Gründung des Staates Israel und beschreibt die Grundsätze des neu gegründeten Staates, unter anderem: gleiche Rechte für alle seine Bürger, Religions- und Gewissensfreiheit und die Entwicklung des Landes zum Wohle aller seiner Bewohner. Die Erklärung wurde an diesem Tag auf der Titelseite des staatlichen Mitteilungsblattes „Reshumot“ veröffentlicht.

Andreas Meyer mit der Flagge, die seine Mutter Gertrud 1948 in Nahariya zum ersten Unabhängigkeitstag genäht hatte.

Proklamation der Gründung des Staates Israel 1948

Am 14. Mai 1948, dem 5. Ijar 5709, Freitag um 16:00 Uhr (8 Stunden vor dem Ende des britischen Mandats für Israel), fand die Zeremonie zur Unabhängigkeitserklärung im Tel Aviv Museum statt, das sich damals im Dizengoff-Haus befand. Während der Zeremonie verlas David Ben-Gurion die Unabhängigkeitserklärung.

Diese Erklärung markiert die Gründung des Staates Israel und beschreibt die Grundsätze des neu gegründeten Staates, unter anderem: gleiche Rechte für alle seine Bürger, Religions- und Gewissensfreiheit und die Entwicklung des Landes zum Wohle aller seiner Bewohner. Die Erklärung wurde an diesem Tag auf der Titelseite des staatlichen Mitteilungsblattes „Reshumot“ veröffentlicht.

Andreas Meyer mit der Flagge, die seine Mutter Gertrud 1948 in Nahariya zum ersten Unabhängigkeitstag genäht hatte.

Die fünfte Alija 1933-1939

In der Zeitspanne von 1933 bis 1939 immigrierten etwa 250.000 Juden nach Erez Israel*. Infolge dieser Einwanderungswelle (Alija) vergrößerte sich der jüdische Jischuw (die jüdische Besiedlung) fast um das Dreifache und er zählte nun eine halbe Million Menschen.

Die fünfte Alija wurde als „Einwanderung der Jeckes“ bezeichnet, obwohl die „Jeckes“ (wie die Einwanderer aus dem deutschsprachigen Raum genannt wurden) nur etwa ein Viertel aller Immigranten ausmachten: Aus Deutschland kamen etwa 50.000 und mehrere Tausend weitere Juden stammten aus Österreich und der Tschechoslowakei; etwa die Hälfte der Einwanderer kam aus Osteuropa.

Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, lebten in Deutschland mehr als eine halbe Million Juden, die meisten von ihnen waren gebildet, arbeiteten in freien Berufen und nahmen am gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben des Landes teil. Mit Beginn der Judenverfolgung in Deutschland und nach dem Anschluss Österreichs und der Tschechoslowakei an Deutschland suchten Hunderttausende jüdische Einwanderer einen sicheren Ort; einige entschieden sich für die Emigration nach Erez Israel. Nach der großen Einwanderungswelle aus deutschsprachigen Ländern wurde bei der „Jewish Agency“ unter der Leitung von Arthur Ruppin die deutsche Abteilung eingerichtet, welche die Arbeit zur Unterstützung deutscher Einwanderer in ihren verschiedenen Aspekten leitete.

Die meisten Einwanderer aus Mitteleuropa kamen nicht aus zionistischen Motiven ins Land Israel, sondern die Realität machte sie gegen ihren Willen zu Pionieren. Ein Teil von ihnen wandte sich der landwirtschaftlichen Besiedlung in Kibbuzim (ländliche Kollektivsiedlungen), Moschawot (ländlichen Siedlungen) und Dörfern zu. Sie schufen auch eine einzigartige Siedlungsform – genossenschaftliche ländliche Siedlungen für die Mittelschicht mit Familienbetrieben, die hauptsächlich auf Gemüseanbau und Geflügelzucht beruhten. Die meisten ließen sich allerdings in den großen Städten nieder: in Tel Aviv, Haifa und Jerusalem. Die Gesetze des britischen Mandats erlaubten Kapitalisten ein Einreisevisum für Palästina zu erwerben. Den jüdischen Einwanderern aus Deutschland war es allerdings nicht gestattet, den Großteil ihres Eigentums oder Vermögens mitzunehmen, aber im Rahmen der „Transfer“ (Ha’Avara)-Vereinbarungen mit Deutschland konnten sie einen Teil ihres Kapitals in deutsche Waren umzutauschen, die ins Land Israel exportiert wurden. Schätzungen zufolge brachten die Jeckes auf diese Weise Waren im Wert von etwa 20 Millionen englische Pfund ins Land, hauptsächlich in Form von Industrie- und Landwirtschaftsgeräten. Dieser „Import“ gab der Entwicklung der lokalen Wirtschaft enorme Impulse. Die Einwanderer brachten auch viel Wissen und eine langjährige europäische Kulturtradition mit. Etwa ein Viertel der Neuankömmlinge der fünften Aljha war 36 Jahre oder älter, viele von ihnen waren Freiberufler, Akademiker, Forscher und Wissenschaftler, darunter weltbekannte Persönlichkeiten aus den Bereichen der Geistes- und der Naturwissenschaften, Medizin und Recht. Der kleine Jischuw konnte jedoch nicht jedem den Lebensunterhalt in seinem Berufsfeld sichern, so dass viele eine berufliche Umschulung absolvieren mussten.
Die Jeckes bestanden darauf, die deutsche Kultur zu bewahren, und so dominierte die deutsche Sprache das tägliche Leben der Neuankömmlinge. Sie veröffentlichten auch Zeitungen und Zeitschriften in deutscher Sprache. Die Jeckes fügten sich im Allgemeinen nicht in die bestehenden Siedlungsformen ein, sondern gründeten ihre eigenen Organisationen. Eine der prominentesten war der „Verein deutscher Einwanderer“, der bereits 1932 mit dem Ziel gegründet wurde, Auswanderungswillige vor der Emigration nach Israel zu beraten und sie bei ihrer Aufnahme im Land zu unterstützen.

Der Beitrag mitteleuropäischer Einwanderer zur Besiedlung des Landes Israel zeigte sich in verschiedenen Bereichen: in der Förderung des Wirtschaftslebens, des Handels und der Industrie, des Bank- und Versicherungswesens, der Wissenschaft und der akademischen Welt, der privaten und öffentlichen Medizin, der Bildung, Presse, Architektur und Musik sowie des Theaterwesens. Aber der wesentlichste Beitrag, der heute ins Auge fällt, ist die Einbettung des westlichen Charakters in die israelische Gesellschaft.

(*Während der britischen Mandatszeit war die offizielle Bezeichnung für Das Britische Mandatsgebiet Palästina im Hebräischen „Palästina-Erez Israel“ (wörtl. „Das Land Israel“)).

„Mit einer Fahne führen sie Menschen – sogar ins Heilige Land“ – eine Jugendgruppe in Hachschara, Ahrensdorf, Deutschland, 1937; Foto: Avraham Pisarek.

Die fünfte Alija 1933-1939

In der Zeitspanne von 1933 bis 1939 immigrierten etwa 250.000 Juden nach Erez Israel*. Infolge dieser Einwanderungswelle (Alija) vergrößerte sich der jüdische Jischuw (die jüdische Besiedlung) fast um das Dreifache und er zählte nun eine halbe Million Menschen.

Die fünfte Alija wurde als „Einwanderung der Jeckes“ bezeichnet, obwohl die „Jeckes“ (wie die Einwanderer aus dem deutschsprachigen Raum genannt wurden) nur etwa ein Viertel aller Immigranten ausmachten: Aus Deutschland kamen etwa 50.000 und mehrere Tausend weitere Juden stammten aus Österreich und der Tschechoslowakei; etwa die Hälfte der Einwanderer kam aus Osteuropa.

Als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kamen, lebten in Deutschland mehr als eine halbe Million Juden, die meisten von ihnen waren gebildet, arbeiteten in freien Berufen und nahmen am gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben des Landes teil. Mit Beginn der Judenverfolgung in Deutschland und nach dem Anschluss Österreichs und der Tschechoslowakei an Deutschland suchten Hunderttausende jüdische Einwanderer einen sicheren Ort; einige entschieden sich für die Emigration nach Erez Israel. Nach der großen Einwanderungswelle aus deutschsprachigen Ländern wurde bei der „Jewish Agency“ unter der Leitung von Arthur Ruppin die deutsche Abteilung eingerichtet, welche die Arbeit zur Unterstützung deutscher Einwanderer in ihren verschiedenen Aspekten leitete.

Die meisten Einwanderer aus Mitteleuropa kamen nicht aus zionistischen Motiven ins Land Israel, sondern die Realität machte sie gegen ihren Willen zu Pionieren. Ein Teil von ihnen wandte sich der landwirtschaftlichen Besiedlung in Kibbuzim (ländliche Kollektivsiedlungen), Moschawot (ländlichen Siedlungen) und Dörfern zu. Sie schufen auch eine einzigartige Siedlungsform – genossenschaftliche ländliche Siedlungen für die Mittelschicht mit Familienbetrieben, die hauptsächlich auf Gemüseanbau und Geflügelzucht beruhten. Die meisten ließen sich allerdings in den großen Städten nieder: in Tel Aviv, Haifa und Jerusalem. Die Gesetze des britischen Mandats erlaubten Kapitalisten ein Einreisevisum für Palästina zu erwerben. Den jüdischen Einwanderern aus Deutschland war es allerdings nicht gestattet, den Großteil ihres Eigentums oder Vermögens mitzunehmen, aber im Rahmen der „Transfer“ (Ha’Avara)-Vereinbarungen mit Deutschland konnten sie einen Teil ihres Kapitals in deutsche Waren umzutauschen, die ins Land Israel exportiert wurden. Schätzungen zufolge brachten die Jeckes auf diese Weise Waren im Wert von etwa 20 Millionen englische Pfund ins Land, hauptsächlich in Form von Industrie- und Landwirtschaftsgeräten. Dieser „Import“ gab der Entwicklung der lokalen Wirtschaft enorme Impulse. Die Einwanderer brachten auch viel Wissen und eine langjährige europäische Kulturtradition mit. Etwa ein Viertel der Neuankömmlinge der fünften Aljha war 36 Jahre oder älter, viele von ihnen waren Freiberufler, Akademiker, Forscher und Wissenschaftler, darunter weltbekannte Persönlichkeiten aus den Bereichen der Geistes- und der Naturwissenschaften, Medizin und Recht. Der kleine Jischuw konnte jedoch nicht jedem den Lebensunterhalt in seinem Berufsfeld sichern, so dass viele eine berufliche Umschulung absolvieren mussten.
Die Jeckes bestanden darauf, die deutsche Kultur zu bewahren, und so dominierte die deutsche Sprache das tägliche Leben der Neuankömmlinge. Sie veröffentlichten auch Zeitungen und Zeitschriften in deutscher Sprache. Die Jeckes fügten sich im Allgemeinen nicht in die bestehenden Siedlungsformen ein, sondern gründeten ihre eigenen Organisationen. Eine der prominentesten war der „Verein deutscher Einwanderer“, der bereits 1932 mit dem Ziel gegründet wurde, Auswanderungswillige vor der Emigration nach Israel zu beraten und sie bei ihrer Aufnahme im Land zu unterstützen.

Der Beitrag mitteleuropäischer Einwanderer zur Besiedlung des Landes Israel zeigte sich in verschiedenen Bereichen: in der Förderung des Wirtschaftslebens, des Handels und der Industrie, des Bank- und Versicherungswesens, der Wissenschaft und der akademischen Welt, der privaten und öffentlichen Medizin, der Bildung, Presse, Architektur und Musik sowie des Theaterwesens. Aber der wesentlichste Beitrag, der heute ins Auge fällt, ist die Einbettung des westlichen Charakters in die israelische Gesellschaft.

(*Während der britischen Mandatszeit war die offizielle Bezeichnung für Das Britische Mandatsgebiet Palästina im Hebräischen „Palästina-Erez Israel“ (wörtl. „Das Land Israel“)).

„Mit einer Fahne führen sie Menschen – sogar ins Heilige Land“ – eine Jugendgruppe in Hachschara, Ahrensdorf, Deutschland, 1937; Foto: Avraham Pisarek.

Der erste zionistische Weltkongress 1897

Der erste zionistische Weltkongress von Delegierten der zionistischen Bewegung fand vom 29. bis 31. August 1897, 1.-3. Elul 5657, in der schweizerischen Stadt Basel statt. Die Bedeutung des Kongresses besteht darin, dass er den Grundstein für die zionistische Bewegung legte und zur Gründung des „Judenstaates“ aufrief; er erweckte die jüdische Anerkennung der zionistischen Idee und deren Beachtung durch die internationale öffentliche Meinung.

Initiator und Leiter des Kongresses war Benjamin Ze’ev Herzl. Die meisten deutschen Juden teilten seine Begeisterung nicht. Sie definierten sich als „deutsche Staatsbürger des mosaischen Glaubens“ und sahen im Zionismus eine Bedrohung ihres bürgerlichen Standes. Die zionistische Bewegung zog nur eine Minderheit deutscher Juden an sich – junge zionistische Studenten, die in der Jugendbewegung „Blau-Weiß“, in den Sportvereinen „Bar Kochba“ und „Makkabi“ aktiv waren sowie Mitglieder der „Pioniere“, deren Ziel die Selbstverwirklichung im Erez Israel* war.

(* Während der britischen Mandatszeit war die offizielle Bezeichnung für Das Britische Mandatsgebiet Palästina im Hebräischen „Palästina-Erez Israel“ (wörtl. „Das Land Israel“)).

Bis Anfang der 1930er Jahre kamen nur etwa 2.000 deutsche Pioniere aus zionistischen Idealen ins Land Israel; die meisten von ihnen wandten sich der Siedlungsaufgabe zu. In den Jahren 1933-1938 löste der Aufstieg des Nationalsozialismus eine weitere Einwanderungswelle (Alija) aus mitteleuropäischen Ländern aus, die Teil der fünften Alija war.

Bestickte Flaggen der Jugendbewegung „Junge Makkabäer“ und von „Gordonia“, die in den Bergen von Wien, Österreich, operierte.

Hermann Struck, Theodor Herzl, 1903, Kupferstich, Sammlung Hecht MuseumDer Künstler Struck begegnete Herzl in Ägypten; er war von Herzls Persönlichkeit und seinem tiefen zionistischen Glauben beeindruckt und schuf eine Reihe von Kupferstich-Portraits.

Der erste zionistische Weltkongress 1897

Der erste zionistische Weltkongress von Delegierten der zionistischen Bewegung fand vom 29. bis 31. August 1897, 1.-3. Elul 5657, in der schweizerischen Stadt Basel statt. Die Bedeutung des Kongresses besteht darin, dass er den Grundstein für die zionistische Bewegung legte und zur Gründung des „Judenstaates“ aufrief; er erweckte die jüdische Anerkennung der zionistischen Idee und deren Beachtung durch die internationale öffentliche Meinung.

Initiator und Leiter des Kongresses war Benjamin Ze’ev Herzl. Die meisten deutschen Juden teilten seine Begeisterung nicht. Sie definierten sich als „deutsche Staatsbürger des mosaischen Glaubens“ und sahen im Zionismus eine Bedrohung ihres bürgerlichen Standes. Die zionistische Bewegung zog nur eine Minderheit deutscher Juden an sich – junge zionistische Studenten, die in der Jugendbewegung „Blau-Weiß“, in den Sportvereinen „Bar Kochba“ und „Makkabi“ aktiv waren sowie Mitglieder der „Pioniere“, deren Ziel die Selbstverwirklichung im Erez Israel* war.

(* Während der britischen Mandatszeit war die offizielle Bezeichnung für Das Britische Mandatsgebiet Palästina im Hebräischen „Palästina-Erez Israel“ (wörtl. „Das Land Israel“)).

Bis Anfang der 1930er Jahre kamen nur etwa 2.000 deutsche Pioniere aus zionistischen Idealen ins Land Israel; die meisten von ihnen wandten sich der Siedlungsaufgabe zu. In den Jahren 1933-1938 löste der Aufstieg des Nationalsozialismus eine weitere Einwanderungswelle (Alija) aus mitteleuropäischen Ländern aus, die Teil der fünften Alija war.

Bestickte Flaggen der Jugendbewegung „Junge Makkabäer“ und von „Gordonia“, die in den Bergen von Wien, Österreich, operierte.

Hermann Struck, Theodor Herzl, 1903, Kupferstich, Sammlung Hecht MuseumDer Künstler Struck begegnete Herzl in Ägypten; er war von Herzls Persönlichkeit und seinem tiefen zionistischen Glauben beeindruckt und schuf eine Reihe von Kupferstich-Portraits.

Der Auszug der Juden aus Mitteleuropa 1933-1939

Dieser recht lange Zeitabschnitt von 1933 bis 1939 ermöglichte eine geplante und geordnete Alija. Ein Teil der Einwanderer kamen sogar nach Erez Israel (Land Israel), um sich dort erst einmal zu orientieren und sich nach Aufnahmemöglichkeiten zu erkundigen, bevor sie endgültig mit ihren Familien die Einwanderung vollzogen.

Im Gegensatz zu den jungen „Olim“ der Jugend-Alija der 1940er Jahre, waren diese Einwanderer meist Angehörige wohlhabender Familien, die viele Einrichtungsgegenstände für ihr neues Heim mitbrachten. Diejenigen, welche das „Ha’avara“-Abkommen nutzen konnten, nahmen viele Gegenstände mit sich, die für ihren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Neuanfang notwendig waren, darunter: Möbel, Stoffe, Essgeschirr (Porzellanservice), ganze Privatbibliotheken mit deutschen Büchern, Archive, Dokumente und Briefe aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Der Auszug aus der Heimat in ein neues Zuhause in der Levante war bei diesen Einwanderern von vielen Befürchtungen begleitet, von Ungewissheit und, wenn überhaupt, von ein wenig Zionismus. Manche dieser Neuankömmlinge, die das Ausmaß der kommenden Schoa nicht voraussahen, glaubten sogar, dass sie eines Tages, wenn die Gefahr vorbei sein würde, wieder in ihr altes Heim nach Europa zurückkehren könnten.

War es wohl dieser Gedanke, der sie veranlasste, ihre Wohnungseinrichtung, ihre Bücher und ihre Familienarchive ins Land Israel zu schicken? Vielleicht fiel ihnen die Trennung von den Einrichtungsgegenständen und Familienannalen schwer, die ein Teil ihres Selbstverständnisses und ihrer Familientradition waren? Oder wollten sie ihren Kindern und Kindeskindern, die im Land Israel geboren werden würden, die Tradition ihrer Vorväter und deren Kultur weitergeben?

Es ist möglich, dass die Mitnahme eines Stückchen Heimat ihnen angesichts der Ungewissheit, die sie in der Levante erwartete, etwas Trost spendete. Dieser „Familienimport“ aus den 1930er Jahren bereichert heute die israelischen Archive, insbesondere das Archiv des Museums für das deutschsprachige Judentum, das sich heute in der Universität Haifa befindet und einen wichtigen Beitrag zur historischen Forschung darstellt.

eines der Hefte von Jenny Kremer geborene Hess (1975-1887), in denen ihre Ahnenforschungen über ihre Großfamilie in Deutschland dokumentiert ist. In ihren Listen gibt Kremer Einblick in das Familien- und Gemeindeleben, die Einkommensquellen und die Traditionen der „Dorfjuden“ in Deutschland im 18. Und 19. Jahrhundert.

Jenny Kremer wanderte im Jahr 1934 gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Augenarzt Dr. Max Kremer, und ihren drei Kindern nach Erez Israel ein; 1935 ließ sich die Familie in Nahariya nieder.

Der Auszug der Juden aus Mitteleuropa 1933-1939

Dieser recht lange Zeitabschnitt von 1933 bis 1939 ermöglichte eine geplante und geordnete Alija. Ein Teil der Einwanderer kamen sogar nach Erez Israel (Land Israel), um sich dort erst einmal zu orientieren und sich nach Aufnahmemöglichkeiten zu erkundigen, bevor sie endgültig mit ihren Familien die Einwanderung vollzogen.

Im Gegensatz zu den jungen „Olim“ der Jugend-Alija der 1940er Jahre, waren diese Einwanderer meist Angehörige wohlhabender Familien, die viele Einrichtungsgegenstände für ihr neues Heim mitbrachten. Diejenigen, welche das „Ha’avara“-Abkommen nutzen konnten, nahmen viele Gegenstände mit sich, die für ihren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Neuanfang notwendig waren, darunter: Möbel, Stoffe, Essgeschirr (Porzellanservice), ganze Privatbibliotheken mit deutschen Büchern, Archive, Dokumente und Briefe aus dem 19. und 20. Jahrhundert.

Der Auszug aus der Heimat in ein neues Zuhause in der Levante war bei diesen Einwanderern von vielen Befürchtungen begleitet, von Ungewissheit und, wenn überhaupt, von ein wenig Zionismus. Manche dieser Neuankömmlinge, die das Ausmaß der kommenden Schoa nicht voraussahen, glaubten sogar, dass sie eines Tages, wenn die Gefahr vorbei sein würde, wieder in ihr altes Heim nach Europa zurückkehren könnten. War es wohl dieser Gedanke, der sie veranlasste, ihre Wohnungseinrichtung, ihre Bücher und ihre Familienarchive ins Land Israel zu schicken? Vielleicht fiel ihnen die Trennung von den Einrichtungsgegenständen und Familienannalen schwer, die ein Teil ihres Selbstverständnisses und ihrer Familientradition waren? Oder wollten sie ihren Kindern und Kindeskindern, die im Land Israel geboren werden würden, die Tradition ihrer Vorväter und deren Kultur weitergeben?
Es ist möglich, dass die Mitnahme eines Stückchen Heimat ihnen angesichts der Ungewissheit, die sie in der Levante erwartete, etwas Trost spendete. Dieser „Familienimport“ aus den 1930er Jahren bereichert heute die israelischen Archive, insbesondere das Archiv des Museums für das deutschsprachige Judentum, das sich heute in der Universität Haifa befindet und einen wichtigen Beitrag zur historischen Forschung darstellt.

eines der Hefte von Jenny Kremer geborene Hess (1975-1887), in denen ihre Ahnenforschungen über ihre Großfamilie in Deutschland dokumentiert ist. In ihren Listen gibt Kremer Einblick in das Familien- und Gemeindeleben, die Einkommensquellen und die Traditionen der „Dorfjuden“ in Deutschland im 18. Und 19. Jahrhundert.

Jenny Kremer wanderte im Jahr 1934 gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Augenarzt Dr. Max Kremer, und ihren drei Kindern nach Erez Israel ein; 1935 ließ sich die Familie in Nahariya nieder.

Juden im preußisch-französischen Krieg 1870-1871

Der Krieg wurde zwischen dem Zweiten Französischen Kaiserreich und Preußen sowie anderen germanischen Ländern geführt. Kaiser Napoleon III. erklärte Preußen aus Angst vor dessen wachsender Stärke den Krieg.

Der Krieg endete mit einer schmerzhaften Niederlage Frankreichs und dem Verlust der Regionen Elsass und Lothringen. Er setzte zudem der kaiserlichen Herrschaft ein Ende, und in seinem Gefolge wurde die Dritte Französische Republik gegründet.

Der Sieg Preußens stärkte seinen Einfluss in Europa und gilt als einer der wichtigen Faktoren für die Einigung Deutschlands.

Baumwolltuch mit Aufdruck aus dem preußisch-französischen Krieg. Der Aufdruck verewigt ein außergewöhnliches Ereignis im Leben der mitteleuropäischen Juden: das Beten des „Kol Nidre“ am Jom Kippur (Versöhnungstag) während der Belagerung der Stadt Metz im preußisch-französischen Krieg (1870-1871). Jüdische Soldaten in preußischen Uniformen stehen in Gebetstüchern gehüllt vor dem Thora-Schrein. An den vier Enden des Tuches ist die Hymne von Ludwig Philippson aufgedruckt, in Erinnerung an das spezielle Ereignis, an dem 1200 jüdische deutsche Soldaten teilnahmen.

Die chirurgische Ausrüstung des Chirurgen Dr. Max Philipp, verliehen als Anerkennung für seine herausragenden Leistungen im preußisch-französischen Krieg, in dem er an der Seite Preußens kämpfte.

Juden im preußisch-französischen Krieg 1870-1871

Der Krieg wurde zwischen dem Zweiten Französischen Kaiserreich und Preußen sowie anderen germanischen Ländern geführt. Kaiser Napoleon III. erklärte Preußen aus Angst vor dessen wachsender Stärke den Krieg.

Der Krieg endete mit einer schmerzhaften Niederlage Frankreichs und dem Verlust der Regionen Elsass und Lothringen. Er setzte zudem der kaiserlichen Herrschaft ein Ende, und in seinem Gefolge wurde die Dritte Französische Republik gegründet.

Der Sieg Preußens stärkte seinen Einfluss in Europa und gilt als einer der wichtigen Faktoren für die Einigung Deutschlands.

Baumwolltuch mit Aufdruck aus dem preußisch-französischen Krieg. Der Aufdruck verewigt ein außergewöhnliches Ereignis im Leben der mitteleuropäischen Juden: das Beten des „Kol Nidre“ am Jom Kippur (Versöhnungstag) während der Belagerung der Stadt Metz im preußisch-französischen Krieg (1870-1871). Jüdische Soldaten in preußischen Uniformen stehen in Gebetstüchern gehüllt vor dem Thora-Schrein. An den vier Enden des Tuches ist die Hymne von Ludwig Philippson aufgedruckt, in Erinnerung an das spezielle Ereignis, an dem 1200 jüdische deutsche Soldaten teilnahmen.

Die chirurgische Ausrüstung des Chirurgen Dr. Max Philipp, verliehen als Anerkennung für seine herausragenden Leistungen im preußisch-französischen Krieg, in dem er an der Seite Preußens kämpfte.

Juden im Ersten Weltkrieg I 1914-1918

Persönlichkeiten

Juden meldeten sich in den Armeen des Deutschen Reiches und der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und dienten aus dem Wunsch heraus, ihren Ländern zu dienen, loyal an allen Fronten. Sie nahmen als Kampfsoldaten und Offiziere am Krieg teil, und einige stiegen in hohe Ränge auf. Zum Beispiel war der deutsche General Otto Viktor Karl Liman von Sanders ein Berater des Osmanischen Reiches.

Otto Viktor Karl Liman von Sanders, 1855-1929, General im Deutschen Heer.

Persönlichkeiten: Fotografie des Rabbiners Dr. Adolf Abraham Altman.

Rabbi Dr. Adolf Abraham Altman (1879–1944) wurde in Hunsdorf, Ungarn (heute Hunfalu, Slowakei), geboren. Von 1899 bis 1902 studierte er an der Jeschiwa in Pressburg (heute Bratislava, Slowakei) und schloss sich der Mizrachi-Bewegung an, die im sozialen und zionistischen Leben der Jeschiwa aktiv war. Nach Abschluss seines Studiums begann er, politische Artikel und Fabeln für die zionistischen Publikationen Die Welt, die Ungarische Wochenschrift sowie für die orthodox-jüdische Zeitschrift „Der Israelit“ zu schreiben.

1905 beendete er offiziell seine zionistischen Aktivitäten in Mizrachi und kehrte in die orthodox-jüdische Welt zurück. Im Jahr 1906 diente er als Oberrabbiner der Stadt Neustadt in Österreich.

Von 1907 bis 1914 sowie von 1919 bis 1920 war er Oberrabbiner in Salzburg, Österreich. Von 1915 bis 1918 war er als leitender Rabbiner im Dienst der österreichischen Armee an der Front tätig.

Von 1920 bis 1936 lebte er mit seiner Frau als Flüchtling in Holland. Im Jahr 1944 wurden die Altmans nach Auschwitz deportiert. Rabbi Altman starb an einer Krankheit, und seine Frau wurde ermordet.

Persönlichkeiten: Fotografie des Offiziers Adolf Blum, geboren in Weisweiler am 21.12.1895. Am 13.5.1918 im Kampf gefallen.

Preise

Preise: Kaiserliche Verdiensturkunde und Goldenes Militär-Verdienst-Kreuz, die Rabbiner Dr. Adolf Altman am 12. Januar 1917 für seinen treuen und aufopfernden Dienst als Rabbiner in der österreichischen Armee während des Ersten Weltkriegs verliehen wurden.

Briefe

Juden im Ersten Weltkrieg I 1914-1918

Persönlichkeiten

Juden meldeten sich in den Armeen des Deutschen Reiches und der Österreichisch-Ungarischen Monarchie und dienten aus dem Wunsch heraus, ihren Ländern zu dienen, loyal an allen Fronten.

Sie nahmen als Kampfsoldaten und Offiziere am Krieg teil, und einige stiegen in hohe Ränge auf.

Zum Beispiel war der deutsche General Otto Viktor Karl Liman von Sanders ein Berater des Osmanischen Reiches.

Otto Viktor Karl Liman von Sanders, 1855-1929, General im Deutschen Heer.

Persönlichkeiten: Fotografie des Rabbiners Dr. Adolf Abraham Altman.

Rabbi Dr. Adolf Abraham Altman (1879–1944) wurde in Hunsdorf, Ungarn (heute Hunfalu, Slowakei), geboren. Von 1899 bis 1902 studierte er an der Jeschiwa in Pressburg (heute Bratislava, Slowakei) und schloss sich der Mizrachi-Bewegung an, die im sozialen und zionistischen Leben der Jeschiwa aktiv war. Nach Abschluss seines Studiums begann er, politische Artikel und Fabeln für die zionistischen Publikationen Die Welt, die Ungarische Wochenschrift sowie für die orthodox-jüdische Zeitschrift „Der Israelit“ zu schreiben.

1905 beendete er offiziell seine zionistischen Aktivitäten in Mizrachi und kehrte in die orthodox-jüdische Welt zurück. Im Jahr 1906 diente er als Oberrabbiner der Stadt Neustadt in Österreich.

Von 1907 bis 1914 sowie von 1919 bis 1920 war er Oberrabbiner in Salzburg, Österreich. Von 1915 bis 1918 war er als leitender Rabbiner im Dienst der österreichischen Armee an der Front tätig.

Von 1920 bis 1936 lebte er mit seiner Frau als Flüchtling in Holland. Im Jahr 1944 wurden die Altmans nach Auschwitz deportiert. Rabbi Altman starb an einer Krankheit, und seine Frau wurde ermordet.

Persönlichkeiten: Fotografie des Offiziers Adolf Blum, geboren in Weisweiler am 21.12.1895. Am 13.5.1918 im Kampf gefallen.

Preise

Preise: Kaiserliche Verdiensturkunde und Goldenes Militär-Verdienst-Kreuz, die Rabbiner Dr. Adolf Altman am 12. Januar 1917 für seinen treuen und aufopfernden Dienst als Rabbiner in der österreichischen Armee während des Ersten Weltkriegs verliehen wurden.

Briefe